Problemstellung

Die Plattform Industrie 4.0 und der IDTA e.V. arbeiten an der Spezifikationsreihe „Details of the Asset Administration Shell (AAS)“ von der Teil 1 und Teil 2 erschienen sind als auch an AAS-Teilmodellen. Die Aufgabe der Spezifikation ist dabei sehr herausfordernd, genauso wie deren möglichst einfache datentechnische Operationalisierung.

Für die einfache Operationalisierung der Spezifikation verfolgt die FoP Consult GmbH einen Ansatz, der sich die - in der IT bestens bekannte - Abfragesprache GraphQL zu Nutze macht. Diese wurde in den Veröffentlichungen der Standardisierungsgremien der AAS bisher nicht betrachtet, deckt aber viele Anforderungen für den Datenaustausch mit der AAS ab und könnte die Anwendung der AAS in der Praxis stark fördern.

 

Lösungsansatz

Mit dem Vorhaben AAS-connect entwickelt die FoP Consult GmbH ein Mapping des Datenmodells der Asset Administration Shell auf ein praktikables GraphQL-Schema und macht damit die Abfragesprache GraphQL für API einsetzbar, welche auf Daten und Metadaten der Asset Administration Shell zugreifen (siehe Darstellung).

AAS mit GraphQL

Mit diesem Ansatz wird auch ein großer Beitrag für die Speicherung der Daten von AAS in Datenbanksystemen geleistet, als Alternative zur Speicherung als AASX-Package. Zusammen mit dem GraphQL-Schema entwickelt die FoP Consult GmbH ein Vokabular mit dazugehörigen Metainformationen, die in Kombination die Erzeugung von AASX-Packages sowie die Interoperabilität in der „AAS-Welt“ einschließlich der dort existierenden Mappings, z.B. auf OPC UA oder ECLASS erlauben.

Weiterhin wird im Vorhaben betrachtet, wie ein kollaboratives Schemamanagement für einzelne Industrie 4.0-Systeme mit einem oder mehreren Endpunkten erfolgen kann. Dabei lässt sich das standardisierte Schema (AAS und Teilmodelle) je nach Anforderung im Projekt weiterentwickeln. Alle Projektpartner behalten jederzeit den Überblick über ihre eigene Schemaentwicklung aber auch das der Systempartner.

 

Stand: 8. November 2022